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Calmy-Rey will 150 Visa-Experten

BERN – Nach dem Visa-Betrug in der Schweizer Botschaft in Pakistan: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey fordert eine Kehrtwende in der Politik und verlangt 24 Millionen Franken für mehr Personal.
Kurzer Rückblick: Allein im September 2005 dürfte die Schweizer Botschaft in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad 100 Visa für die Einreise in die Schweiz illegal ausgestellt haben.

Die Aussenministerin geht nach wie vor davon aus, dass die Visa-Abteilung der Botschaft in Islamabad Opfer von mafiösen Banden geworden ist.

Jetzt will Calmy-Rey handeln:
• Weltweit sollen in Schweizer Botschaften neu 100 Fachkräfte aus der Schweiz angestellt werden.
• Weitere 50 Mitarbeiter sollen die Botschaften von Bern aus unterstützen.

Kosten: in den kommenden vier Jahren je sechs Millionen Franken. Das will die Aussenministerin demnächst ihren Bundesratskollegen unterbreiten.

Das ist eine Kehrtwende in der Personalpolitik des EDA, des eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegen-heiten. Denn gerade erst war in diversen CH-Botschaften schweizerisches Personal weggespart worden. Ersetzt wurden die Schweizer durch Angestellte der Gastgeberländer. Das war falsch, sagte Calmy-Rey heute. Denn: Ausländische Angestellte sind in ihren Heimatländern von kriminellen Organi-sationen einfacher unter Druck zu setzen.

 
Erste allgemeine Schweizer Service- und Beratungsstelle in Bangkok, Thailand
Ihr "SWISS HELPING POINT" in Thailand
(nicht mit der CH-Botschaft assoziiert)