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Wissenswertes über Thailand
Die Daten

75% der Bevolkerung sind Thai, 14% Chinesen, des weiteren leben in Thailand Angehorige der Bergvolker, Khmer, Laoten, Malaien, Moken, Inder und Weisse. Die Amtssprache ist Thai, die Hauptstadt Bangkok heisst offiziell

Krungthep Mahanakhon Bovorn Ratanakosin Mahintharayutthaya Mahadilokpop Noparatratchathani Burirom Udomratchanivet Mahasathan Amornpiman Avatarnsathit Sakkathattiyavisnukarmprasit, kurz ubersetzt Stadt der Engel

Thailand ist eine konstitutionelle Monarchie mit dem Konig Rama IX. Bhumibol Adulyadej als Staatsoberhaupt.
Die Regierung wird gegenwartig von der Thai Rak Thai Partei mit dem Ministerprasidenten Thaksin Shinawatra an der Spitze gebildet. Die Gesamtflache des Landes betragt 513.115 km2 und die Flachennutzung liegt bei: Wald 27,6%, Landwirtschaft 40,8%, Wasser 0,4%, sonstige 31, 2%. Die Einwohnerzahl betragt rund 63 Millionen (Stand 2001) und die Bevolkerungsdichte 121 Einwohner pro km2.

Der Altersaufbau liegt bei 0-14 Jahre: 24,1%, 15-64 Jahre:68,7%, ab 65 Jahre: 7,3%. Die Analphabetenquote betragt 4%. 93,4% der Thai sind Buddhisten, 4% Muslime, 1,6% Anhanger chinesischer Religionen und 1% sind Christen.

Die Wahrung ist der Thai Baht, offizielle Abkurzung THB, das Kfz-Kennzeichen THA, die TLD (Top Level Domain) .th und die Vorwahl +66. Zeitlich ist Thailand Mitteleuropa wahrend der Winterzeit sechs Stunden und wahrend der Sommerzeit funf Stunden voraus.


Die Verwaltung

Nachdem Thailand auf Druck der Kolonialmachte Frankreich und England rund 120,000 km2 seines Staatsgebietes abgeben musste, ergab sich die Notwendigkeit neuer Vermessung und Kartenerstellung. Konig Chulalongkorn (Rama V) nutzte 1897 die Gelegenheit zu einer Verwaltungsreform, nach der die Landflache Thailands in funf geografische Regionen und insgesamt 76 Provinzen - genauer 75 Provinzen plus Bangkok - eingeteilt wurde.


Die 76 Provinzen sind in 5 Regionen eingeteilt:

Den Norden - phaak nua, den Nordosten - phaak tawan ook chiang nua (phaak isaan), die Zentralregion - phaak klang, den Osten - phaak tawan ook und den Suden - phaak tai. Die Provinzen (changwat) sind in Bezirke (amphoe), Unterbezirke (tambon) und Dorfer (moobaan) unterteilt. Eine weitere Unterteilung wird mit Stadtteilen vollzogen. In Bangkok heissen sie ket und in der ubrigen Stadten moo. Zu jeder Provinz gibt es eine Provinzhauptstadt, die genau so heisst wie die Provinz selbst. Zur Unterscheidung ist dem Namen der Provinzhauptstadt der Provinz Udon Thani das Wort "Muang" beispielsweise beigefügt, also offiziell Muang Udon Thani.


Moderne

Seit dem Mai 1949 heißt Siam wieder Thailand.

Zwischen 1951 und 1955 sowie 1958 bis 1968 waren alle Parteien verboten. 1959 wurde eine neue provisorische Verfassung mit größeren Vollmachten für den Regierungschef, damals Marschall Sarit Dhanarajata, in Kraft gesetzt. Ab dem Herbst 1964 musste sich der Staat (unter Marschall Thanom Kittikachorn) gegen Freischärler im Isaan wehren, die von China aus gesteuert wurden. 1965, während des Vietnamkrieges, gewährte die Regierung den USA das Nutzungsrecht von Flugplätzen. 1967 standen bereits 40.000 Streitkräfte der Amerikaner in Thailand. Die massenhafte Prostitution, bis heute ein trauriges Wahrzeichen Thailands, gilt unter anderem als Folge der Stationierung dieser tausenden jungen Männer.

1968 erfolgte eine Verfassungsreform mit erweiterten Vollmachten für den Regierungschef und einer zusätzlichen Kammer für das Parlament. Wahlen wurden 1969 durchgeführt. Nach einer kurzen Phase mit einer demokratischen Regierung übernahm Marschall Kittikachorn nach einem Staatsstreich am 17. November 1971 wieder die Macht. Nach der Wiederzulassung der Parteien 1974 und den anschließenden Wahlen wurde Prinz Kukrit Pramoj Premierminister. Die neue Verfassung beschnitt die Eingriffsmöglichkeiten der Regierung. Außenpolitisch musste Thailand auf die kommunistische Machtübernahme in Laos, Vietnam und Kambodscha reagieren und nahm diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf, unter Preisgabe derjenigen zu Taiwan. Im Inneren musste sich Thailand gegen Guerillas in der Provinz Nan wehren und sezessionistische Tendenzen im moslemischen Süden (Yala, Narathiwat, Pattani) unterbinden.

In den folgenden Jahren litt das Land nicht nur an den Folgen des Ölpreisschocks, sondern auch an den Flüchtlingsströmen aus den den früheren französischen Kolonien (Französisch-Indochina). Etwa 300.000 Menschen wurden in Lagern im Nordosten untergebracht. Das Militär unternahm mehrere erfolglose Putschversuche, wurde aber an der Regierung beteiligt. Man spricht von einer „Halbdemokratie“. Im März 1980 wurde General Prem als Premierminister gewählt und blieb bis 1988 im Amt.

Aus den Wahlen am 9. Februar 2001 ist Thaksin Shinawatra als neuer Premierminister hervorgegangen. Er übernahm das Amt von Chuan Leekpai und wurde bei den Wahlen am 6. Februar 2005 mit überwältigender Mehrheit in diesem Amt bestätigt (wobei Beobachter der Meinung sind, es sei bei dieser Wahl mehr als je zuvor für den insbesondere in den ländlichen Regionen weit verbreiteten Stimmenkauf ausgegeben worden).

Die moderne thailändische Geschichte ist gekennzeichnet durch den Kampf zahlreicher Familien um Macht und Einfluss im Lande, insgesamt 50 verschiedene Parteien ringen im „Experiment Demokratie“ um die Gunst der Wähler. Trotz der zeitweise massiven Einwirkung des Militärs blieb die Monarchie unangetastet, sie hat sich bisher als belastbares Bindeglied Thailands erwiesen, zum Teil sicherlich auch deshalb, weil sie anfangs vom Militär zur Rechtfertigung ihres jeweiligen Regimes genutzt wurde. Die individuelle Freiheit der Bevölkerung ist im Vergleich mit den anderen Ländern in Südostasien sehr groß. Thailand ist heute auf einem guten Weg, eine stabile Demokratie mit thailändischen Besonderheiten zu werden. Allerdings zeigt Regierungschef Thaksin Shinawatra seit seinem Amtsantritt zunehmend autokratische Tendenzen.

Am 2. April 2006 fanden nach monatelangen Protesten gegen die Amtsführung des Premierministers Thaksin Shinawatra Neuwahlen statt. Die Proteste richteten sich insbesondere gegen den zunehmend autoritären Regierungsstil, die Einschüchterung der Presse und die persönliche Bereicherung der Thaksin-Familie. In die Kritik geriet insbesondere der Verkauf von Thaksins Familienunternehmen an einen Singapurer Konzern. Thai Rak Thai hat die Wahlen gewonnen, wobei alle größeren Oppositionsparteien die Wahl boykottierten. Das Parlament konnte aber nicht zusammentreten, da in einigen Wahlbezirken nicht das erforderliche Quorum erreicht wurde und damit der Abgeordnete der TRT nicht gewählt wurde. Der Oberste Gerichtshof des Landes entschied am 8. Mai 2006, dass die Wahl vom 2. April ungültig sei. Neuwahlen sind nun für den 15. Oktober 2006 vorgesehen.

Am 19. September 2006 kam es zu einem Putsch; Polizei und Militärkräfte besetzten Bangkok und erklärten die Amtszeit Thaksin Shinawatras, der sich zu diesem Zeitpunkt bei der UN-Generalversammlung in New York aufhielt, für beendet. Panzer rückten in das Stadtzentrum ein und umstellten Regierungsgebäude. Militärangehörige besetzten mehrere Fernsehsender. Generalleutnant Sonthi Boonyaratkalin, Kommandant der Landstreitkräfte, erklärte die Ablösung des Ministerpräsidenten. Die Putschisten erklärten das Parlament, die Regierung und das Verfassungsgericht für aufgelöst; die Verfassung von 1997 sei außer Kraft gesetzt. Ziel sei eine vorübergehende Machtübernahme, wobei der König weiterhin als Staatsoberhaupt anerkannt wird, während ein Rat für demokratische Reformen unter der konstituellen Monarchie die nächsten Schritte planen und die Staatsgewalt bald wieder an eine zivile Regierung übertragen soll. An der Spitze dieses Rates steht der neue Regierungschef General Sondhi Boonyaratkalin. Thaksin Shinawatra hat daraufhin den Notstand ausgerufen. Die Pressefreiheit wurde eingeschränkt. Der König forderte die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und den Anordnungen der neuen Machthaber zu folgen, die selbst erklärten, die Macht innerhalb von zwei Wochen an eine neu einzusetzende Regierung abzugeben, und innerhalb eines Jahres Neuwahlen abhalten zu wollen. König Bhumibol sicherte den Putschisten am 20. September seine Unterstützung zu.

Seitdem regiert der Rat für demokratische Reformen unter der konstituellen Monarchie mithilfe von Erlassen. Eine neue Verfassung soll ausgearbeitet werden, wobei im Gegensatz zur Verfassung von 1997 das Militär weiterhin durch einen Rat für nationale Sicherheit eine gewisse Kontrolle behalten soll, damit die Exekutive nicht erneut ihre Macht missbrauchen kann, wie dies Thaksin vorgeworfen wird.

Am 1. Oktober 2006 wurde der neue, vom Rat für demokratische Reformen vorgeschlagene Premierminister Surayud Chulanont durch den König bestätigt, am 9. Oktober 2006 sein Kabinett.
 
Wichtige Adressen
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Erste allgemeine Schweizer Service- und Beratungsstelle in Bangkok, Thailand
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(nicht mit der CH-Botschaft assoziiert)